Klassische Homöopathie Hannover | Heilpraktiker Tjado Galic - Häufig gestellte Fragen zur Homöopathie

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Häufig gestellte Fragen zur Homöopathie

Lässt sich Homöopathie wissenschaftlich erklären und beweisen?

Ein naturwissenschaftlich ausgearbeitetes Modell, welches die biologische Wirkungsweise umfassend erklärt und beweist, existiert z.Zt. noch nicht (Stand 2016).

Woran liegt das? Bei den vielen Diskussionen sind folgende Aspekte zu nennen, welche ganz neutral gesehen auch etwas über das vorherrschende Denken in der Medizin aussagen:

Biochemie gilt als die einzig akzeptierte Basis

Die Vorstellung, dass eine Arzneiwirkung anders zustande kommt als biochemisch, ist einfach nicht Gegenstand der main stream Anschauung und Forschung.

Bisherige Ansätze und interessante Forschungsresultate die erläutern, dass potenzierte Arzneien über bio-physikalische Reaktionen erklärbar sind, werden von der Grundlagenforschung wenig berücksichtigt. Sie gehen irgendwie in der Menge aller Daten einfach unter und werden nicht umfassend verfolgt. Auch werden sie von Kritikern mit dem Argument unerheblich zu sein, angezweifelt. 


Es fehlt ein einheitliches Modell des Lebens 

Das regulative biologische Modell des Lebendigen, welches eine solide wissenschaftliche Grundlage zu dem Vorgehen in der homöopathischen Therapie bietet, ist für die Medizin noch nicht ausreichend genau definiert. Interessanterweise führen gerade die Erkenntnisse der modernen systemischen Biologie zu einem tieferen Verständnis von Gesundheit und Krankheit, welches für die homöopathische Therapie eine umfassende Basis bilden.

Das systemische Denken ist jedoch nicht das Modell der aktuellen Medizin und spielt daher in der konventionellen Therapie eine vollkommen untergeordnete Rolle. Am ehesten noch kommen systemische Ansätze in der systemischen Psychotherapie oder der zur Zeit nicht mehr so modernen physikalischen Therapie zur Geltung.

Arzneitherapie ist eine alternative Chirurgie

Nach meinem historischen Verständnis hat sich das vorherrschende, biochemische Denken in der Medizin zusammen mit den Errungenschaften der modernen Chirurgie und ihren immensen Fortschritten parallel entwickelt und durchgesetzt. Die gesamte Arzneimittelanwendung der konventionellen Therapie basiert im Grunde auf dieser analogen Anschauung.

Arzneimitteltherapie ist demnach "wie ein spezifischer chirugischer Eingriff" zu verstehen, mit einer definiert überprüfbaren Reaktion, je genauer und exakter definiert, umso besser.

Ein Entzündungsparameter wird blockiert, ein spezifischer Hormonrezeptor besetzt usw. Die damit unmittelbar verbundenen Auswirkungen werden ausschliesslich auf den beabsichtigten Effekt erfasst und statistisch ausgewertet.

Alle übrigen Reaktionen und erst im Langzeitverlauf auftretenden Veränderungen bleiben aussen vor. Sie werden als Nebenwirkungen bezeichnet und erst problematisiert, wenn zu viele unerwünschte Reaktionen auftreten.

Hier steckt die nächste grosse Hürde für die Akzeptanz der Homöopathie als Therapiesystem, denn Homöopathie funktioniert anders.

Gültige Nachweisverfahren einer Arzneiwirkung 

Homöopathische Arzneimittel werden anhand einer detaillierten Symptomenanalyse ausgesucht, im Behandlungsverlauf gewechselt und von der Dosierung her angepasst. Zwei Patienten mit gleichlautender Diagnose können also aufgrund ihrer individuellen Symptome ein anderes Homöopathikum erhalten.  
Damit kann es keine Statistik geben, welche beweist, dass ein Wirkstoff nur für einen spezifischen Zusammenhang mit immer gleicher Dosis für alle Patienten die gleiche Wirkung hervorruft. 

Die Grundlage der Homöopathie ist historisch betrachtet eine rein empirische Wissenschaft, die seit 200 Jahren praktiziert wird. Methodisch richtig und systematisch angewendet, erzielt Homöopathie reproduzierbare Ergebnisse. Diese lassen sich natürlich mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen, nur eben nicht nach dem Konzept des spezifischen biochemischen Wirkstoffnachweises (s.o.)

Geeignete Methoden sind z.B. Kohortenstudien und die Instrumente des HTA (Health Technology Assessment).

Mit solchen Methoden werden die Auswirkungen und Zusammenhänge verschiedener Einflüsse auf eine ganze Bevölkerungsgruppe untersucht, z.B. die von homöopathischen Behandlungen: 
  • bei häufigen Erkrankungen 
  • in einem repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt 
  • über einen bestimmten Zeitraum
Solche Untersuchungen stellen der homöopathischen Therapie überwiegend gute Zeugnisse aus. Es geht den meisten Patienten längerfristig besser und ihre Gesundheit wird robuster. 

Vorläufiges Fazit

Zusammengefasst fehlt es an der passenden Grundlagenforschung. Das biochemische Denkmodell mit seinen gängigen Nachweisverfahren für Wirkstoffe ist mit der Basis homöopathischer Konzepte nicht vergleichbar. Der Rückschluß, dass Homöopathie unwirksam sei, weil sie nicht mit gleichen Methoden nachweisbar ist, basiert auf einem Absolutheitsanspruch dieses Denkens. Das macht zwar die Aussage gewichtiger, inhaltlich jedoch nicht richtiger.

Gleichzeitig fehlt das Interesse und der Willen, den scheinbaren Widerspruch zwischen deutlich positiven Effekten der homöopathischen Behandlung auf die Gesundheit einerseits und der Vorannahme, dass da ja Nichts wirken kann, weil es biochemisch nicht erklärbar sei andererseits, aufzulösen.  

Wer dann Homöopathie, wie viele Kritiker, bzw. Skeptizisten das pauschal tun, alles mit Placeboeffekten gleich setzt oder einzig auf die psychotherapeutische Wirkung des Anamensegespräches reduziert, müsste drei Fragen klar beantworten können:
  • Warum wirken denn homöopathische Placeboeffekte so viel besser, als alle anderen Scheinmedikamente das sonst so können? 
  • Warum halten die homöopathischen Placeboeffekte oft mit einer erstaunlichen Nachhaltigkeit über lange Zeiträume an?
  • Weshalb ist die homöopathische Therapie in vielen Fällen in kurzer Zeit so viel wirksamer als Psychotherapie?